Hospiz – Sterben ist immer auch Leben

Der Begriff Hospiz kommt vom Lateinischen „Hospicium“ und bedeutet die gastliche und unterstützende Aufnahme, die mittelalterliche Mönche den Reisenden boten. Unter diesem Begriff hat sich die heutige Hospizbewegung zusammengefunden, die Schwerkranken und Sterbenden helfen will, ihren letzten Lebensabschnitt in Würde zu Ende zu gehen.

Jährlich sterben in Deutschland rund 850.000 Menschen. Viele wissen vorher von ihrem nahen Tod. Gleichzeitig nehmen Vereinsamung und Verdrängung in unserer Gesellschaft zu. Unter diesen Vorraussetzungen bekommt die Hospizarbeit eine immer größere Bedeutung. Hospizdienste gibt es sowohl in ambulanter als auch in stationärer Ausprägung für die Menschen, bei denen eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist.

 

Hospizarbeit in Kronach

In Weiterführung dieser Hospiz-Idee bietet der Hospizverein Kronach seine Begleitung an. Wir arbeiten ehrenamtlich. Beratung und Begleitung sind kostenlos. Zum ambulanten Betreuungsteam gehören ausgebildete HospizbegleiterInnen und Palliativ-Fachkräfte. Wir arbeiten mit Ärzten, Seelsorgern, kirchlichen und sozialen Diensten, Krankenhäusern und Pflegeheimen zusammen.

Hospizarbeit in Kronach „Nicht durch die Hand eines anderen, sondern an der Hand eines anderen, sollen die Menschen sterben.“ (Bundespräsident a.D. Horst Köhler 2005) Jeder kann unsere Hilfe in Anspruch nehmen.

Die Ausrichtung der Hospizarbeit ist unabhängig von Konfessionen, fühlt sich aber christlichen Wertvorstellungen und humanitärer Ethik verpflichtet. Das Sterben wird als natürlicher Vorgang begriffen. Töten auf Verlangen oder Beihilfe dazu lehnen wir ab.

Hinterbliebene können in ihrer Trauerzeit weiter in der Trauergruppe „Brücke“ begleitet werden.