KAB Johannisthal spendet 2.000 Euro

 

Bei ihrer Jahreshauptversammlung beschloss die KAB Johannisthal erneut großherzige Spenden. Dieses Mal dürfen sich die CAH der KAB sowie das Caritas-Lädla, der Hospizverein und die Lebenshilfe Kronach über je 500 Euro freuen.

Johannisthal- Seit seiner Gründung im Jahre 1903 – damals noch als Werkvolk – hat der rührige KAB-Ortsverband einen festen Platz im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben in Johannisthal. Während ihres Bestehens hat die Gemeinschaft schon in vielerlei Art und Weise großes Engagement und höchsten Einsatz für ihren Heimatort und darüber hinaus gezeigt. Neben der Beteiligung beziehungsweise Mitwirkung an Festen und kirchlichen Anlässen im Jahreskreis, setzt sie sich auch stark im karitativen Bereich für ihre Mitmenschen ein – so insbesondere auch durch Spenden. In diesem Jahr werden gleich vier soziale Hilfs-Einrichtungen mit großherzigen Spenden bedacht.

2017 war erneut von ehrenamtlichem Engagement geprägt, wie Vorsitzender Josef Stecker in seinem Jahresbericht in örtlichen Pfarrsaal ausführte. Schatzmeisterin Christine Zenk gab einen Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse. Ihr wurde eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Auch die Termine für 2018 wurden festgelegt. Die Grüße des KAB-Kreisverbands übermittelte Mathilde Hutzl. Diese teilte mit, dass die ACA (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen) bei den Sozialwahlen 2017 im Landkreis Kronach bundesweit den höchsten Stimmenanteil erreichte. 17,6 % hatten sich für die zusammengeschlossenen Verbände KAB, Kolpingwerk Deutschland und den Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA) entschieden. Zugleich ging Hutzl auf das KAB-Leitthema der kommenden vier Jahre „Arbeit.Macht.Sinn“ – im doppelten Wortsinn – ein. „Der Einsatz für eine gerechte und solidarische Welt für alle ist heute notwendiger denn je. Weltweit sehen wir eine sozial strukturelle Spaltung und Zunahme der Ungleichheit – vor allem zu Lasten der Armen und Ausgeschlossenheit, aber auch der arbeitenden Menschen weltweit“, prangerte sie an. Nach dem Prinzip der KAB „Sehen – Urteilen – Handeln“ wolle man sich bis 2021 mit der „Globalisierung der Gerechtigkeit“ als zentrale Aufgabe des 21. Jahrhunderts widmen, aus unserem Glauben heraus, mit Blick auf die Aussagen der Bibel und Papst Franziskus. Abschließend gab sie einen Überblick über die Termine 2018 auf Kreisverbandsebene.

Spenden kommen wie gerufen

Nach Beschluss der Vollversammlung wurden heuer die Christliche Arbeiterhilfe (CAH) des KAB-Diözesanverbands Bamberg sowie der Caritas-Sozialladen, der Hospizverein und die Lebenshilfe in Kronach mit Spenden über jeweils 500 Euro bedacht. Diese wurden vom Ortsvorsitzenden Josef Stecker gemeinsam mit Ortsverbands-Präses Dr. Georg Zenk sowie Kassiererin Christine Zenk an die Vertreter der jeweiligen Organisationen übergeben. In herzlichen Worten dankten diese für die großherzige Finanzspritze, die wie gerufen komme.

Die Lebenshilfe Kronach feiert heuer 50-jähriges Bestehen. Aus bescheidensten Anfängen heraus werden in der Einrichtung mittlerweile Menschen vom Säugling bis ins hohe Alter nachhaltig gefördert, betreut und unterstützt. Die 500 Euro werden in die Um- und Neugestaltung des Außengeländes des Heilpädagogischen Kindergartens fließen. Hierfür waren 2017 unter anderem ein Weidentunnel als Fallschutz und Rückzugsort, ein optimaler Sonnenschutz für heiße Tage sowie ausreichend Parkmöglichkeiten in der neuen Bobbycar-, Roller- und Co.-Garage errichtet worden. „Der Garten des Kindergartens ist jetzt attraktiver und sicherer und die Kinder haben nun noch mehr Spaß“, freute sich Geschäftsführer Wolfgang Palm. Zudem wurden für die Petra-Döring-Schule Whiteboards angeschafft, hat doch das Zeitalter der Medialisierung und Digitalisierung auch in das Förderzentrum der Lebenshilfe Einzug gehalten. Der 1994 gegründete Hospizverein Kronach begleitet Schwerstkranke, Sterbende und trauernde Angehörige, darunter auch – in einer eigenen Trauergruppe – Kinder. „Jeder kann die Hilfe in Anspruch nehmen – unabhängig von Konfession, Status oder Herkunft“, erläuterte 1. Vorsitzender Dr. Peter Witton. Dies alles erfolgt ehrenamtlich und für Hilfesuchende kostenlos, obwohl der Hospizverein erhebliche Aufwendungen zu bewältigen hat. Für die Entlohnung der beiden Hospizkoordinatorinnen muss man erst einmal in Vorleistung gehen. Erst nach Ablauf des Jahres erfolgen – basierend auf der Anzahl der Hospizbegleiter und abgeschlossenen Begleitungen – die Abrechnungen. Hinzu kommen laufende Aufwendungen wie Miete und Energiekosten sowie zusätzlich für die Ausbildung ehrenamtlicher Hospizbegleiter.

Auf Spenden angewiesen ist auch der Caritas-Sozialladen. Das in der Kronacher Rosenau beheimatete „Lädla“ wird in diesem Sommer in die Siedlung umziehen. „Wir haben dann mehr Platz im Laden und können auch einen Wartebereich einrichten, damit die Leute nicht mehr draußen warten müssen“, informierte Diplom-Sozialpädagogin Irene Piontek. Im Sozialladen können anspruchsberechtigte Personen mit gültigem Berechtigungsschein bei geringem Einkommen verbilligt einkaufen. Die meisten der dort vorrätigen Produkte stammen aus den Beständen unterschiedlicher Verbrauchermärkte oder Einzelhandelsgeschäfte, wenn beispielsweise das Mindesthaltbarkeitsdatum knapp überschritten oder erreicht ist. Die Spende wird für den laufenden Betrieb verwendet. Die Christliche Arbeiterhilfe (CAH) in der Erzdiözese Bamberg ist eine freie gemeinnützige Wohlfahrts-Einrichtung der KAB im Dienste der arbeitenden Menschen und ihrer Familien. Die konkrete Arbeit geschieht vor Ort. Unterstützung erhalten Menschen, die durch außergewöhnliche Ereignisse – wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Scheidung – in Existenznöte geraten sind oder dringend erforderliche Therapien, Fortbildungen oder Erholungsmaßnahmen nicht alleine schultern können. Verantwortliche aus den KAB-Orts- und Kreisverbänden melden an die CAH-Geschäftsstelle konkrete Fälle aus ihrem Wirkungsbereich, die nach entsprechender Prüfung Zuwendungen erhalten. „Mit den 500 Euro helfen wir bei akutem Bedarf“, verdeutlichte Mathilde Hutzl.

 

 

Bild: Der KAB-Ortsverband Johannisthal spendet einmal mehr für den guten Zweck. Das Bild zeigt (von links) KAB-Ortsvorsitzender Josef Stecker, Schatzmeisterin Christine Zenk, Geschäftsführer Wolfgang Palm (Lebenshilfe Kronach), Mathilde Hutzl (CAH), Ortsverbands-Präses Dr. Georg Zenk, Irene Piontek (Caritas-Sozialladen), Vorsitzender Dr. Peter Witton (Hospizverein Kronach) und Elfriede Höfner (Hospizhelferin und KAB).

 

Den Bericht hat uns freundlicherweise Frau Heike Schülein zukommen lassen. Vielen Dank.