Koinor-Horst-Müller-Stiftung spendet Hospizverein Kronach 5.000 Euro

Koinor-Horst-Müller-Stiftung spendet Hospizverein Kronach 5.000 Euro

 

Kronach- Die Spende wurde vom Stiftungsrat-Vorsitzenden Michael Schulz und Stiftungsrat Jürgen Wittmann im Kronacher Hospizbüro übergeben. Beide zeigten sich beeindruckt vom segensreichen Hilfs- und Beratungsangebot des Hospizvereins Kronach, den die Koinor-Horst-Müller-Stiftung schon mehrfach mit großherzigen Spenden bedachte.

 

1953 gründete Horst Müller das Unternehmen Koinor Polstermöbel in Michelau, das er als Inhaber bis 1991 leitete. Der Gründer verband seinen unternehmerischen Erfolg mit dem Bekenntnis zur Verantwortung für unsere Gesellschaft. Dieses soziale Engagement fand Ausdruck in der Errichtung der gemeinnützigen „Koinor-Horst-Müller-Stiftung“ im Jahre 2000. Die Stiftung wird heute von einem Stiftungsrat geleitet und vom Stiftungsvorstand gemanagt. „Bei den Zuwendungen sehen wir uns insbesondere der Region verpflichtet“, betonten Schulz und Wittmann bei der Spendenübergabe. Im Mittelpunkt aller Bestrebungen, Gutes zu tun, stehe dabei immer der Mensch. In Zeiten knapper öffentlicher Mittel gebe es ständig Finanzbedarf für die unterschiedlichsten Projekte, Investitionen und Vorhaben rund um das Gemeinwohl. Letztendlich seien die Mittel begrenzt und man müsse entscheiden, was oder wen man unterstütze. Die Unterstützung des Hospizvereins erachteten sie als echte Herzensangelegenheit, entspreche dieser doch genau dem Leitgedanken der Stiftung.

 

Der Vorsitzende des Hospizvereins, Dr. Peter Witton, erinnerte an die seitens der Stiftung bereits erfolgten Spenden. Die größte im Jahre 2012 über 7.000 Euro sei existenziell für die Anstellung einer hauptberuflichen Koordinatorin gewesen. Die letzten beiden – ebenfalls sehr großherzigen – Spenden flossen in eine neue EDV-Ausstattung, was eine erhebliche Arbeitserleichterung bewirkt habe. Wie Dr. Witton ausführte, sei die Arbeit mit Teilzeit für die Koordinatorin Annette Hümmer alleine nicht mehr zu leisten. Deshalb werde sein Verein ab dem 1. Januar 2018 durch eine weitere Hospizkoordinatorin ebenfalls in Teilzeit mit je 20 Wochenstunden verstärkt. Bereits bislang war diese auf Geringverdienerbasis für den Hospizverein tätig. Besonders erfreulich ist dabei auch die Tatsache, dass die neue Mitarbeiterin aus dem nördlichen Landkreis – nämlich aus Buchbach – stammt, da dem Hospizverein der Aufbau eines sich über den ganzen Landkreis erstreckenden Betreuungsnetzes sehr wichtig sei. Bislang waren Begleitungen im Norden alleine schon aufgrund der weiten Anfahrtswege mit einem großen Aufwand für die Hospizbegleiter verbunden.

 

Für die Entlohnung der beiden Hospizkoordinatorinnen müsse man – so Dr. Witton – seitens des Vereins erst einmal in Vorleistung gehen. Erst nach Ablauf des Jahres erfolge anhand eines Schlüssels – basierend auf der Anzahl der Hospizbegleiter und der abgeschlossenen Begleitungen – die Abrechnung. „Wir brauchen also immer einen finanziellen Puffer“, bestätigte Kassier Frank Schuberth. Hinzu kommen laufende Aufwendungen wie Miete und Energiekosten oder auch zusätzlich für die neunmonatige umfassende Ausbildung ehrenamtlicher Hospizbegleiter.

 

Der 1994 gegründete Hospizverein begleitet Schwerstkranke, Sterbende und trauernde Angehörige, darunter auch – in einer eigenen Trauergruppe – Kinder. Grundgedanke des Hospiz ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Es kommt vom Lateinischen „Hospicium“ und bedeutet die geistliche und unterstützende Aufnahme, die mittelalterliche Mönche den Reisenden boten. Zum ambulanten Betreuungsteam gehören ausgebildete Hospizbegleiter und Palliativ-Fachkräfte. Jeder kann die Hilfe in Anspruch nehmen, unabhängig von Konfession, Status oder Herkunft. Die Menschen sollen wissen, dass niemand mehr alleine sterben muss, sondern dass jemand für sie in der letzten Phase des Lebens da ist. Dies alles erfolgt ehrenamtlich und für die Hilfesuchenden kostenlos, obwohl der Hospizverein Kronach erhebliche Aufwendungen zu bewältigen hat. Hierfür ist man auf Spenden sowie Fördergelder angewiesen.

„Wir können nicht alle Wünsche befriedigen. Aber was uns für unsere Region möglich ist, machen wir gerne“, bekundeten Schulz und Wittmann, die sich über die sinnvolle Verwendung ihrer Spende sehr freuten. hs

 

 

 

Bild: (von links) Stiftungsrat Jürgen Wittmann, Stiftungsrats-Vorsitzender Michael Schulz,     Vorsitzender Dr. Peter Witton, 2. Vorsitzende Anja Männl sowie Kassier Frank Schuberth im gemeinsamen Gespräch bei der Spendenübergabe.